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Das orig. Alte Reither Nikolausspiel - Die Bundesmusikkapelle Reith im Alpbachtal führt seit Jahrzehnten uralte Tradition fort.

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Wenn man der Überlieferung glauben darf, so wurde in Reith schon im Jahr 1690 das erste Nikolausspiel aufgeführt. Trotz aller Modernisierung im alltäglichen Leben ist das Spiel in Reith das geblieben, was es seit jeher war  Tradition. Nichts wurde verkitscht oder modernisiert, und trotzdem hat das Reither Nikolausspiel heute dieselbe Aktualität wie vor hunderten Jahren. Wahrscheinlich wird das Reither Nikolausspiel seit mehr als 300 Jahren aufgeführt. Bis 1919 als Stubenspiel in verschiedenen Bauernhöfen und seither auf der Bühne. Trotzdem hat es aber nichts an Reiz verloren, und für die Musikkapelle Reith ist es immer noch eine traditionelle Verpflichtung, alle sieben Jahre dieses Volksschauspiel aufzuführen.

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Um das Reither Nikolausspiel richtig verstehen zu können, muss sich aber das Publikum an das Spiel anpassen und nicht umgekehrt. Weil man bei der Aufführung dabei verzichtet, die Texte zu modernisieren, ist es auch nicht verwunderlich, wenn Dialektwörter vorkommen, die heute nicht einmal mehr die Spieler selbst verstehen. Aber eben das ist das Reizvolle am Reither Nikolausspiel. Aufgrund der zeitlichen Länge ist es nicht möglich, alle bestehenden „Bilder" im Spiel unterzubringen. Die heutigen Aufführungen stützen sich auf die Originalhandschrift von Jakob Feichtner, Bauer zu Mejerhof, aus dem Jahre 1875 und auf eine Abschrift von Josef Hechenblaikner vulgo „SchmidtnSeppl" aus dem Jahre 1952. Neben ernsten „Gestalten" wie Tod, Engel, Verstellter (Verführer) oder Lucifer, die dem religiösen Bereich entstammen, treten auch einfache Menschen auf die Bühne, die Szenen aus dem täglichen Leben von damals in oft urwüchsiger, humorvoller Form aufzeigen. Die Armen lehnen sich gegen die Unterdrückung durch die Reichen und dadurch Mächtigen auf. Erst im letzten Bild erscheint der hl. Nikolaus, vom Vorläufer und den drei Türken bereits angekündigt, in Begleitung eines Engels und des Klaubauf, die Bezeichnung des Spieles ist gerechtfertigt.

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Die wohl tiefgreifendsten Szenen spielen schon im ersten Drittel: der Kampf des Bösen gegen das Gute. Der Verstellte versucht, sowohl fromme, gute Menschen (Pilger) auf die schiefe Bahn zu bringen, als auch solche auf dem Weg der Verdammnis zu halten, die diesen schon eingeschlagen haben. Der Jüngling verkörpert dieses zügellose Leben und den irdischen Reichtum. Der Tod holt ihn in die Ewigkeit, für ihn sind alle Menschen gleich, ob jung oder alt, gesund oder krank, reich oder arm. Am Ende des Spiels weiß das Publikum, dass sich in den Jahrhunderten seit dem ersten Nikolausspiel von der Thematik des Alltags her eigentlich kaum etwas geändert hat.

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